Australien das Land der Träume

 

Der Flug von Frankfurt über Singapore nach Perth mit der Quantas ist sehr angenehm und wir können sogar in Singapore noch im Duty Free  einkaufen.

Die Ankunft in Perth ist sehr geisterhaft, wir waren der letzte Flug in dieser Nacht und die Officer waren mit uns sehr nett. Sonst ist kein Mensch auf diesem Flughafen zu dieser Zeit. Auf der Reise habe ich später erfahren, dass die Officer immer nett sind bei der Einreise nach Australien. Die Voraussetzung ist ein Reisepass der noch 6 Monate gültig ist und ein EPA Visum, das nicht älter als ein Jahr ausgestellt wurde. Bei uns bekommen Sie das Visum gratis, wenn die Reise über Wolftravel buchen.

Der Transfer in die Innenstadt von Perth ist sehr schnell und im

Hotel Sullivan *** wurden wir sehr nett begrüsst. Das Hotel Sullivan ist das beste 3 Sterne Haus in der Stadt und bietet sehr nette Zimmer, ein Pool, eine Waschmaschine und Trockner und eine kleine Bar. Das Frühstück ist nicht das von einem 5 Sterne Haus, aber man kann den ersten Hunger damit stillen.

 

Die City Tour am nächsten Tag ist sehr angenehm, wir besuchen den Belltower, den sehr schönen Hafen und sehr viele Parks. In Perth wird sehr darauf geachtet, dass nicht jeder Quadratmeter zugebaut wird. Es gibt so viel schöne Parks und Grünflächen.

Perth ist auch eine ausgezeichnete Stadt, um eine Sprachschule zu besuchen. Sehr viele Deutsche, Schweizer und Österreicher lernen in dieser schönen Stadt die englische Sprache. Die Studenten haben die Möglichkeit danach Rundreisen and der Küste oder Richtung Out Back zu unternehmen. Das letztere haben wir unternommen.

Simon und Glen vom Tourenanbieter WesternXposure holten uns um 7 Uhr morgens im Hotel ab. Glen, der erfahrenste Tourguide für diese Gegend, hat jederzeit auf der Tour alles im Griff.

Wir sind nun für 7 Tage an der Wüste und schauen uns nach Kängurus, Kamelen und kleine oder grosse Krabbeltiere um.

3500 km liegen vor uns von Perth nach Alice Springs.
 PerthPerth
 

Die erste Station, Kalgoorlie, in den Goldfilds. „DER SUPER PIT“ der erste Stop in der Goldstadt des Westens. So ein grosses „Loch“ haben wir in unserem Leben nicht gesehen. 250 Tausend Tonnen Gold wurde schon in dieser Aushebung gefunden.

Am nächsten Tag konnten wir mit Detektoren selber Gold suchen. 1,4 gr. war unsere Ausbeute.

 S PITS Pit2

Nach der spannenden Edelmetallsuche fährt man in die seltsame Geisterstadt Gwalia. Sehr gut erhaltene Häuser mit div. Einrichtungen. Die grösste Mine ausserhalb der Goldmeile wurde 1963 stillgelegt.

 GoldGeister
 

Waren wir bisher eher auf guten Teerstrassen unterwegs, so beginnt bei der noch aktiven Goldbergwerksstadt Laverton eine einsame Schotterstrasse, die alle europäischen Vorstellungen sprengt. Die Great Central Road, einst Warburton Road genannt, nach dem einzigen Ort, den wir passierten.

„Alice Springs 1587 Kilometer“ zeigt das Schild am Beginn an.

 TafelTruck
 

Eine Entfernung wie zwischen Berlin und Rom. Kein Wunder, dass da einige Touristen verzagen und umkehren, denn auf diesem zu zwei Dritteln unbefestigter Landstrasse gibt es nur fünf Roadhouse-Stützpunkte mit Tankstelle, Supermarkt und Landepiste für die berühmten und heiss geliebten Flying-Doctors. Aber keine einzige Stadt.

Über Hunderte von Kilometern ist man allein unterwegs in einer Halbwüste, die viele als äusserst faszinierend empfinden. Wir trafen einige Trucks und eine Gruppe mit Mountainbikes, die auch bis Alice Springs unterwegs waren. 

Roter Sand, leuchtendes Spinifex-Wüstengras, endlose Ebenen unter meist makellos blauem Himmel. Am Strassenrand tummeln sich immer wieder Herden von Kamelen.

 Camp
Die Gravelroad ist fahrtechnisch nicht sehr anspruchsvoll, robuste PKW können sie schaffen, wenn kein regen oder Unwetter dazwischen kommt. Aber das Gefühl ausgesetzt zu sein lässt die Strecke riskant erscheinen. Glen hat uns eines Abends erzählt, dass es nun zur Ostseite 1400 km, zum Westen 800, in den Norden 1200 km und zum Süden 1300 km keine Zivilisation mehr gibt, d.h. die nächste Stadt mit Krankenhaus und notwendige Einrichtungen zum „normalen Leben“ ist weit, weit weg von uns. Wir haben aber den Sternenhimmel, Lagerfeuer, sehr gutes Essen und eine sehr gut harmonierende Gruppe.
 Camp 2
 

„Lohn der Angst“ (wer Angst hatte): Das Erlebnis einer kaum vorstellbaren Weite. Das totale Gegenstück zur europäischen Enge. Abgsehen vom herausragenden Uluru nach „wenigen“ Kilometern, gibt es wenige Punkte, denen man einen touristischen Stern in der Reise verpassen könnte: unscheinbare Wasserstellen oder Höhlen der Aborigines, niedrige Bergketten, die auf dem uralten, eher flachen Kontinent nicht von Wind und Wetter bis zur Unkenntlichkeit abgeschliffen wurden. Um die Great Central Road voll auszukosten, ich meine, die Stille, der Sternenhimmel und die Einsamkeit, sollte man die ersten 1200 km bis zum Ayers Rock nicht zu schnell durcheilen und möglichst zweimal auf dem roten Sand campen.

In der totalen Stille ein unvorstellbares Erlebnis unter glasklarem Sternenhimmel. Die Ankunft im Roten Zentrum ist wie ein Kulturschock.

Wenn man jetzt jenseits der Grenze zum Northern Territory bei den Felskuppen der Kata Tjutia den unverwechselbaren Uluru über den Spinifex-Grässern am Horizont auftauchen sieht, dann wissen wir, jetzt haben wir ein sehr schönes Stück unseres Globus durchfahren.

Road

Im Uluhru Kata Tjutia NP sind alles Strassen inzwischen asphaltiert.

Die ruhige, staubfreie Fahrt ist eine richtige Erholung nach der vorangegangenen Rüttelei.

Das Ayers Rock Resort bietet Übernachtungsmöglichkeiten vom Zeltplatz über einfache Hotels bis zu Fünf-Sterne-Luxus.

 Uluru
 

Der legendäre Sonnenuntergang am Uluru ist leider nicht so toll, die Sonne will einfach nicht unter gehen, die Wolken haben etwas dagegen. Der Kulturschock bezieht sich auf die Menschenmassen. Geschätzte tausend Leute tummeln sich am Parkplatz, um dem Fels an diesem Tag die letzte Ehre zu erweisen.

Campground, was ist das? Glen muss uns für diese Nacht leider auf einen schön Zivilisierten Campground fahren. Duschen, Toiletten und sogar ein kleiner Supermarkt. Oh mein Gott, sogar Menschen gleich neben uns, unsere Gruppe weiss nicht was los ist. Andere Stimmen, Gerüche und der Gestank von Fahrzeugen. Das Lagerfeuer muss in einer aufgeschnittenen Tonne stattfinden und mit dem Feuerholz sieht es auch nicht so gut aus. An der Gruppe ist auch zu spüren, dass alle die Einsamkeit vermissen. Jetzt schon...?

Die Fahrt zum Kings Canyon ist sehr einfach zu finden, wow, ein Tal, viele Felsen und überhaupt keine Leute. Wir fühlen uns wieder Sau wohl. Der Sonnenuntergang findet hier auch sehr spektakulär statt. Die letzte Nacht im Swäg auf dem Campground im Kings Canyon. Die Gruppe verabschiedet sich schon von den zwei Begleitern von WesternXposure, Simon und Glen. Die Tour war einfach SENSATIONELL.
 Ring
 

In Alice Spring  dürfen wir in ein Hotel einchecken. Bett?? Dusche im Zimmer?? Restaurant mit Tisch und Stuhl?? Ja, warum nicht.

Alice Spring, die Metropole im Roten Zentrum, weint mit uns am ersten Abend, dass wir nicht mehr im Out Back sind. 10 Tage Regen im Jahr und gerade heute muss einer dieser 10 Tage sein. Kann man nicht ändern. Wir machen das Beste draus. Unsere Reiseleiterin Lilo erzählt uns von dieser Stadt sehr viel Historisches und auch eine sensationelle Räubergeschichte. Hier in Alice ist irgendwie die Zeit stehen geblieben.

 AliceStrasse

Eine sehr schöne City Tour mit den MC Donalds Mountains entschädigt uns am nächsten Tag für den Regen am Ankunftstag. Diese Berge, das Wahrzeichen von Alice Spring, haben etwas mystisches und wenn es mehrere Kilometer weit weg regnet, dann halten die Schluchten auch das überfallartige Wasser auf. Alice Spring wird daher zum Teil geschützt vor Überschwemmungen, was sehr oft vorkommen kann.

Der Besuch bei den Flying Doktors ist sehr interessant. Die Organisation leistet sehr viel Grosses. Es werden Leute aus den Roadhouse-Stützpunkten geflogen und nicht nur das, sondern die Patienten werden auch schon an Bord mit medizinischen Geräten und Medikamenten versorgt. Ein fliegendes Krankenhaus. Die in der Schweiz hergestellten Flugzeuge „Pilatus PC12“ werden immer auf den neusten Stand der Technik ausgerüstet.

“School of the Air”, das grösste Klassenzimmer auf der Welt. Es ist beeindruckend wie die Schüler diszipliniert, früher mit Funk, heute über das Internet von zu Hause aus den Schulunterricht besuchen. Leider ist heute Samstag und es findet keine Schulstunde statt.

Der Rückflug nach Deutschland über Perth und Singapore ist sehr kurzweilig, denn man kennt ja schon viele Passagiere, also die ganze Gruppe die mit mir diese schöne Reise unternehmen durfte. Ich bin froh diese Reise so gebucht zu haben und will wieder mal in das Land der anderen Dimensionen.

Air

 

 Der Uluru vom Flugzeug aus auf der Heimriese.

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